CASA-Programm: 130 flüchteten bislang vor Fluglärm

Bislang haben 130 Einwohner von Immobilien in den Einflugschneisen des Flughafens das sogenannte CASA-Programm der Fraport AG genutzt und ihr Eigenheim an die Betreibergesellschaft des Flughafens verkauft. Dies berichtet diese in ihrem Jahresabschluss. Demnach liegen Fraport zudem weitere 219 Anträge von Anwohnern vor, die ihre Immobilie ebenfalls abstoßen möchten. Durchschnittlich habe man 200.000 Euro pro Immobilie investieren müssen, so die Betreibergesellschaft. Fast alle verkauften Häuser liegen in Flörsheim, wo der Lärm durch die einfliegenden Maschinen ein besonders großes Problem ist.

Fraport hält die Immobilien nach dem Kauf und vermietet sie weiter. Die Nachfrage von potenziellen Mietern soll zufriedenstellend sein. Derzeit habe man einen Leerstand bei den Häusern des CASA-Programms von rund zehn Prozent, schildert die Flughafen-Betreibergesellschaft. Etwa 20 Prozent aller gekauften Immobilien werden demnach direkt an die Vorbesitzer zurück vermietet.

Das CASA-Programm läuft seit der Eröffnung der Nordwest-Landebahn im Herbst 2011. Nutzen können es alle Anwohner, die ihre Immobilie bereits vor dem 10.06.2002 gekauft hatten. Denn von diesem Tag an sei der Bau der neuen Ladebahn „absehbar“ gewesen, so die Betreibergesellschaft, denn diese hatte damals offiziell grünes Licht erhalten. Die Hausbesitzer bekommen von Fraport einen fiktiven Marktpreis für ihre Immobilie: Berechnet wird der Wert des Hauses ohne Landebahn.

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