Flughafen kostet Kinder Bildungschancen

flugzeugKinder, die nahe am Frankfurter Flughafen leben, haben es in ihrem Leben deutlich schwerer als Heranwachsende in weniger lauter Wohnlage. Zu diesem Ergebnis kam eine breit angelegte Lärmwirkungsstudie, die das Lernverhalten von 1234 Kindern, die 29 Grundschulen im Rhein-Main-Gebiet besuchten, analysierte. Zusätzlich berechneten die Forscher den Lärmpegel für rund 900.000 Gebäudeadressen rund um die Wohnlagen der Kinder. Das Ergebnis: Die Heranwachsenden, die in der Nähe des Flughafens wohnen, müssen deutlich öfter Medikamente schlucken und lernen deutlich langsamer als andere Kinder.

Wissenschaftler sind überrascht
Die Lehrer der Grundschulen kommentierten die Ergebnisse der Studie gegenüber dem „HR“ damit, dass sie nicht überrascht seien. Diese Resultate seien schon lange für sie täglich im Unterricht spürbar gewesen. Anders die Wissenschaftler: Man habe damit gerechnet, dass sich Lärm negativ auswirkt, heißt es von diesen. Dass die Ergebnisse derart negativ ausfallen, habe man allerdings nicht gedacht. So war man vor allem überrascht, dass zehn Dezibel mehr Lärm am Wohnort eine Lernverzögerung von 1,5 Monaten bedeute.

Dirk Vorderstraße, Flickr (CC BY 3.0)

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