Frankfurter Uni-Turm gesprengt

AfE-TurmAm Sonntag, den 2.2.2014 wurde das 116 Meter hohe Hochhaus der Frankfurter Universität gesprengt. Noch nie wurde in ganz Europa ein höheres Gebäude in die Luft gejagt. Obwohl die Fassade scheußlich und die Wände verschmiert sind, war der Uni-Turm doch ein Freiheitstempel für zahllose Jahrgänge von Studenten. Seit Anfang der 70er Jahre wurden dort Studenten in die Geheimnisse der Psychologie, Pädagogik und Gesellschaftswissenschaften eingeweiht. Konzipiert wurde der Uni-Turm für rund 2.500 Menschen. Allerdings war die Raumnot schon in den ersten Jahren deutlich spürbar. Im Hochhaus fuhren sieben Fahrstühle die Studenten und Lehrenden auf und ab, wobei allerdings nicht jeder Lift jede Etage anfuhr.

Das Hochhaus der Frankfurter Universität steht seit dem vergangenen Jahr leer. Die einzelnen Fakultäten sind inzwischen in anderen Gebäuden untergebracht. Eigentlich hätte der Uni-Turm Stockwerk für Stockwerk abgebaut werden sollen. Doch die Nachbarn fürchteten sich vor dem Lärm und legten dagegen Einspruch ein. Deswegen die Sprengung. Eduard Reisch, der Sprengmeister aus Bayern, ist eine Koryphäe seines Metiers. Von seinen Fans wird er liebevoll „Krater-Edi“ genannt. Sprengstoffexperten haben in den vergangenen Tagen mehr als 1.400 Bohrlöcher mit Sprengstoff gefüllt. Der Sprengmeister zündete die Ladungen vom Dach des benachbarten Marriott-Hotels. Dazu verwendete Eduard Reisch ein elektronisches Funksignal. 950 Kilogramm Sprengstoff sorgten für das Ende des Uni-Turms.

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