| Städel Museum |
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Es war nach den Plänen des Architekten Oskar Sommer ganz im Stil der Neorenaissance errichtet worden. Wie viele andere Kulturstätten in Frankfurt blieb auch das Städel nicht vor den Folgen des Nationalsozialismus und des Krieges verschont, doch im Jahr 1963 konnten die Renovierungsarbeiten am Museum abgeschlossen werden. Aus den zahlreichen eingereichten Entwürfen für eine Erweiterung des Städel fiel die Entscheidung der Jury am Ende zugunsten des Entwurfs des Frankfurter Archiktektenbüros Schneider und Schumacher aus. Nachdem die Entscheidung, den bisherigen Standort des Museums beizubehalten, bereits getroffen worden war, sieht dieser Entwurf der Architekten eine größtenteils unterirdische Erweiterung des Städel vor, die ein um rund 3000 Quadratmeter vergrößertes Areal erschließt. Viel Zuspruch hatte der Siegerentwurf nicht zuletzt dadurch erhalten, dass durch eine unterirdische Erweiterung der umliegende Park geschützt wird und die voraussichtlichen Kosten niedriger ausfallen, als dies bei einem oberirdischen Ausbau der Fall gewesen wäre. Die Einzigartigkeit des Entwurfs wird durch seine Konzeption als "green building" unterstrichen, bei der die Gestaltung des oberirdischen Gartens miteinbezogen wird: Die gewölbte Deckenkonstruktion des Erweiterungsbaus wird mit einer begehbaren Rasenfläche überzogen, die durch runde Oberlichter durchbrochen ist und so tagsüber natürliches Licht für den unterirdischen Bereich spendet, während sie sich nachts in eine markante Lichtinstallation verwandelt. Der Erweiterungsbau, der sich an den Gartenflügel des Städel-Museums anschließen wird, wird komplett barrierefrei errichtet werden. Die Kosten des Umbaus, die sich auf etwa 30 Millionen Euro belaufen, sollen durch eine groß angelegte Spendenkampagne und durch finanzielle Unterstützung aus kommunalen und Landesmitteln bestritten werden. 28.01.2011 / BOR
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Stifter und Initiator des Städelmuseums in Frankfurt war der in Frankfurt lebende Bankier und Händler Johann Friedrich Städel, der im Jahr 1816 sein Haus am Roßmarkt, sein Vermögen und auch seine Kunstsammlung dem nach ihm benannten Kunstverein vererbte. Später zog das Städel, heute eines der bedeutendsten Kunstmuseen Deutschlands, in die Mainzer Straße in Frankfurt um. Nachdem das Städelmuseum von seinem vorherigen Standort an der Mainzer Strasse zum südlichen Mainufer, dem Museumsufer gewechselt hatte, öffnete es seine Pforten im Jahr 1878 erneut.