Trends der wachsenden Skyline Frankfurts

frankfurt skylineDie Bauarbeiten an der Skyline von Frankfurt sind noch lange nicht abgeschlossen. In Arbeit sind in erster Linie neue Büroflächen, die in die Höhe ragen. Aber diese neuen Flächen werden nicht unbedingt von temporären Mietern genutzt. Der Trend geht stark in Richtung Büroservice. Wie viele Büroneubauten braucht Frankfurt am Main?

In den vergangenen Jahren sind Büroneubauten in Frankfurt am Main nur so aus dem Boden geschossen. Noch vor drei Jahren waren sich Experten nicht sicher, ob die damals noch im Bau befindlichen modernen Bürokomplexe tatsächlich Mieter finden werden.Trotz vieler Leerstandsflächen in der Stadt waren die Erwartungen, die neuen Büroflächen erfolgreich an Unternehmen zu vermieten, aber hoch. Besonders von Steuerberatern, Unternehmensberatern, Rechtsanwaltskanzleien sowie Wirtschaftsprüfern und von der Werbebranche wurde die Schaffung von bis zu 6.000 neuen Arbeitsplätzen prognostiziert und somit ein Mehrbedarf an neuen Büroflächen. Die Experten behielten Recht. Tatsächlich hat sich das Angebot an Leerstandflächen in Frankfurt deutlich, um 3,5 Prozent, verringert, obwohl die Stadt mit einem stetig steigenden, derzeitigen Mietpreis-Plus von 1,4 Prozent zu den teuersten in Deutschland gehört. Zu den erst kürzlich fertiggestellten Büroneubauten zählen unter anderem das Hochhaus „Tower 185“ an der Friedrich-Ebert-Anlage, der „Opernturm„, ein Wolkenkratzer an der Bockenheimer Landstraße, Ecke Reuterweg, das in der Innenstadt befindliche Bürohochhaus „Nextower“ am Thurn-und-Taxis-Platz, das zu dem Gebäudekomplex Palais Quartier gehört.

Was lange währt, wird endlich gut: der Neubau der Europäischen Zentralbank

Äußerlich wirkt der neue Sitz der Europäischen Zentralbank im Frankfurter Ostend so gut wie fertig gestellt. Bald werden auch die letzten Kräne von der Baustelle verschwunden sein. Das Projekt ist eines der größten wie auch ehrgeizigsten Bauvorhaben der letzten Jahre in Frankfurt. Denn die neue Zentrale der EZB entstand auf dem Gelände der ehemaligen Großmarkthalle von Frankfurt. Da deren Gebäude denkmalgeschützt ist, musste es in den neu entstandenen Büroturm integriert werden. Entstanden ist eine spannende Symbiose aus sachlicher Architektur der Zwanzigerjahre und hochmoderner baulicher Formensprache. Der bereits 2008 begonnene Bau wird in diesem Jahr vollendet. Der Umzug der EZB aus der City in den Frankfurter Osten wird eines der wichtigsten Ereignisse dieses Jahres in der Stadt sein, zumal mit einer dementsprechenden Eröffnungsfeier gerechnet werden kann.

Hochhäuser in Frankfurt am Main im Bau

Hochhäuser, die zurzeit in Frankfurt am Main gebaut werden und noch nicht ihre endgültige Höhe erreicht haben:

Name

Höhe

Etagen

Geplante Eröffnung

Henninger-Turm

140

40

2015

WinX

110

30

2016

St. Martin Tower

70

18

2014

Taunusanlagen

68

18

2015

West Side Tower

66

20

2015

Maintor Panorama

64

17

2015

AXIS

60

19

2015

 

Der Trend zu mehr Unabhängigkeit

Viele Unternehmen tendieren allerdings auch dazu, ihre Büroflächen effizienter zu nutzen, so dass pro Mitarbeiter ein kleinerer Arbeitsbereich zur Verfügung gestellt wird, um so den steigenden Kosten für Mietpreise entgegenzuwirken. Viele Unternehmen experimentieren in diesem Zusammenhang mit dem s.g. „Desksharing“ (flexible office), bei dem die Mitarbeiter täglich ihren Arbeitsplatz frei wählen.

Des Weiteren hat sich in den letzten Jahren ein neuer Trend zur Nutzung von Büroservices entwickelt, den sogenannten virtuellen Büros. Hier können Unternehmen Büroräume aller Größenordnungen tageweise oder auch langfristig mieten. Oder, falls die Räume selbst nicht benötigt werden, kann auch lediglich ein Sekretariatsdienst in Anspruch genommen werden, bei dem von gebuchten Mitarbeitern Anrufe entgegen genommen und auf Wunsch Schreib- und Übersetzungsarbeiten erledigt werden (mehr zum Thema virtuelles Büro).

Vom Vorteil einer repräsentativen Adresse können Nutzer eines Büroservices gleichermaßen profitieren wie von einem auf individuelle Wünsche angepasstes Service, das sämtliche administrative Tätigkeiten umfasst. Der tatsächliche Unternehmensstandort spielt dabei keine Rolle und die Kosten für ein Büroservice können angepasst investiert werden.

Bild: Petrus Bodenstaff

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