Umbau der Frankfurter Altstadt

Frankfurter RömerWenn von Frankfurt am Main heute die Rede ist, werden unwillkürlich Assoziationen mit Mainhattan geweckt. Diese Skyline aus Wolkenkratzern, die sich mit ihrem Beton und den Glasfassaden bis zu 260 Meter in den Himmel erhebt, beherbergt seit Jahrzehnten die Zentralen der deutschen Banken. Dabei hatte Frankfurt am Main einst einen der schönsten mittelalterlichen Stadtkerne Europas. Dieser wurde jedoch im Zweiten Weltkrieg fast komplett zerstört und in der Nachkriegszeit, bis auf wenige Ausnahmen, nicht wieder errichtet. Der Wahn der Moderne hat in den 70er Jahren sogar dazu geführt, dass einige der wenigen architektonischen Überbleibsel der Stadt dem Neubau des Technischen Rathauses, einem Betonklotz im brutalistischen Stil, weichen mussten. Dieses Gebäude wurde inzwischen wieder abgerissen, um einer sanfteren Bebauung der Altstadt Platz zu machen.

Die Bürger wollen eine Altstadt mit der sie sich identifizieren können

Einem breiten Bürgerengagement ist es zu verdanken, dass die Neubebauung des Viertels zwischen Römer und Dom nach historischem Vorbild erfolgen soll. Diese Forderung löst bis heute Kontroversen aus. Auf Seiten der Architekten wird der Vorwurf erhoben, viele Bürger würden sich der Moderne verweigern. Auf der anderen Seite wird ins Feld geführt, dass Menschen sich in ihrer Umgebung wohl fühlen wollen und moderne Großstadtarchitektur diesem Anspruch nicht gerecht werden kann. Seit Anfang 2012 entstehen nun dort, wo einst das Technische Rathaus stand, insgesamt 15 Rekonstruktionen nach historischen Plänen. Die Bürger haben sich durchgesetzt, und so wird schon in wenigen Jahren die Frankfurter Altstadt wieder etwas von ihrer früheren Atmosphäre zurückgewonnen haben.

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