Zu hohe Schulden: Deutscher Opernball ist Geschichte

Alte Oper FrankfurtDer Deutsche Opernball wird nach 30 Jahren aus dem Programm der alten Oper genommen, denn die Verantwortlichen kündigten den Mietvertrag mit Ball-Veranstalter Manfred Pasenau. Als Begründung für den überraschenden Schritt nannte Intendant Stephan Pauly die hohen Mietrückstände, die im Laufe der letzten Jahre aufgelaufen seien. Trotz Abmahnung habe Pasenau insgesamt 120.000 Euro nicht zahlen können, weshalb „wir handeln mussten“, schildert Chef des Konzerthauses.

Pasenau bestätigt finanzielle Probleme

Ursprünglich lief der Mietvertrag noch bis 2016, doch auch Pasenau war für die Opernball-Veranstalter offenbar mit einer sofortigen Auflösung einverstanden. Zugleich bestätigte er die finanzielle Probleme seines Unternehmens. 2012 sei demnach „ein sehr schlechtes Jahr“ gewesen, so der 68-Jährige. Sponsoren seien weggebrochen und wenn „das Schiff einmal fahre“, könne man es auch nicht mehr stoppen. Zuletzt waren die Organisatoren des Opernballs offenbar nicht einmal mehr in der Lage, die Reinigungskräfte sowie den Toilettendienst zu bezahlen.

Auch Roth konnte nicht helfen

In dieser Situation wandte sich Pasenau sogar an die zu diesem Zeitpunkt noch amtierende Oberbürgermeisterin Petra Roth, um den Opernball mit Hilfen von der Stadt vielleicht doch noch vor dem Exodus bewahren zu können – doch ohne Erfolg. Man habe zwar häufig geredet, erinnert sich der 68-Jährige, doch letztlich sei dabei „nur viel Wind“ herausgekommen.

Räume werden wieder vermietet

Ob die Frankfurter einen gleichwertigen Ersatz bekommen, steht in den Sternen. Pauly erklärte, man werde die Räume wieder vermieten, doch er könne nicht sagen, was für eine Art der Veranstaltung der neue Mieter in der alten Oper anbieten werde. Grundsätzlich stehe das Gebäude aber natürlich für ein Event wie den Opernball bereit. Diesen Namen wird es allerdings keinesfalls tragen, denn Pasenau hat sich den Begriff „Deutscher Opernball“ rechtlich gesichert.

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17.07.2012 / SEF

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