Museum Giersch – Noch zu entdecken

Es hat sich auch außerhalb Frankfurts schon herumgesprochen, dass die Mainmetropole mit dem Museumsufer eine über die deutschen Grenzen hinaus bedeutende Reihe von Museen, ja eine regelrechte Museumslandschaft am Schaumainkai hat. Während das Museum Städel (Städelsches Kunstinstitut), das Skulpturenmuseum Liebighaus und das Deutsche Filmmuseum längst im Bewusstsein von Kunstliebhabern des In- und Auslandes verankert sind, müssen sich andere Einrichtungen erst noch so richtig bekannt machen.

Eine gewisse Schlüsselposition könnte dabei in doppelter Hinsicht das Museum Giersch einnehmen. Das Museum wurde erst im Jahre 2000 in der neuklassizistischen Villa des Bauunternehmers Philipp Holzmann eröffnet. Es wird von einer privaten Stiftung getragen und verdeutlicht einmal mehr die Stellung von Frankfurt als Museumsstadt auf der Basis bürgerlicher Stiftungen. In seiner Aufgabenstellung rückt es aber auch die Bedeutung Frankfurts mit dem Rhein-Main-Gebiet als Kulturzentrum zurecht. Vor allem in Sonderausstellungen wird sichtbar, dass viele Künstler von nationalem Rang und internationaler Bedeutung mit Frankfurt verbunden sind.

An die Frankfurter Jahre der Maler Wilhelm Trübner und Will Baumeister wurde schon erinnert. Man gedachte der für die deutsche Kunstgeschichte wichtigen Bildhauer Fritz Klimsch und August Gaul. In einer Ausstellung 2012 soll an den romantischen Landschaftsmaler Carl Morgenstern erinnert werden, einen anerkannten Zeitgenossen von Blechen, von Dillis und Rottmann, dessen Enkel, der Dichter Christian Morgenstern, seinen Ruhm überstrahlt.

Aktuell zeigt das Museum Giersch die Kunstrichtung, die zum Synonym für die deutsche Kunst in der Moderne wurde, den Expressionismus. Mit Werken von 1908 bis 1944 erinnert man daran dass keine Geringeren als Ernst Ludwig Kirchner, Max Beckmann und Alexeji von Jawlensky zum Expressionismus im Rhein-Main-Gebiet gehören. Also auf zur nächsten Entdeckungstour in Frankfurt.

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