Alte Oper Frankfurt

Alte Oper FrankfurtDie Alte Oper Frankfurt wurde am 20. Oktober 1880 eingeweiht. Der Berliner Architekt Richard Lucae lieferte die Pläne für das Opernhaus in der Metropole. Die Alte Oper Frankfurt wurde zunächst vom Intendanten Emil Claar und dem Kapellmeister Felix Otto Dessoff geleitet. Zur Eröffnung wurde die Oper Don Juan von Mozart gespielt, die die Alte Oper Frankfurt an der Bockenheimer Landstraße, der heutige Opernplatz, in die Welt der Musikliebhaber einführte. Selbst Kaiser Wilhelm I. ließ sich die Eröffnung nicht entgehen.

Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Alte Oper Frankfurt zerstört. Bis dahin waren acht Intendanten, weltbekannte Solisten und Komponisten sowie viele Erstaufführungen für den Erfolg verantwortlich.

Während der Bombenangriff vom Ersten Weltkrieg nur geringfügige Zerstörungen gebracht hatte, wurde die Alte Oper Frankfurt im Zweiten Weltkrieg massiv zerstört. Sie brannte bis auf die Grundmauern nieder und auch Teile vom Dach fielen den Bomben vom 23. März 1944 zum Opfer. Gleich nach dem Zweiten Weltkrieg startete eine Initiative unter dem Motto „Retten das Opernhaus“ und erreichte zunächst Sicherungsmaßnahmen im Jahr 1952. Die städtischen Körperschaften wehrten sich jedoch lange, den Wiederaufbau zu unterstützen.

So gelang es auch erst zwölf Jahre danach der „Aktionsgemeinschaft Opernhaus Frankfurt am Main e.V.“ auch die Stadtväter von der Idee des Wiederaufbaus zu überzeugen. Fritz Dietz, der Erste Vorsitzende und Gründer, wollte mit dem Wiederaufbau die Alte Oper Frankfurt wieder zu einem Teil Frankfurts machen, dem eine lange Tradition anhaftet. So gelang es dem Präsidenten der Industrie- und Handelskammer schließlich, dass Rudi Arndt, der damalige Oberbürgermeister, 1976 den Wiederaufbau genehmigte.

Da die „Aktionsgemeinschaft Opernhaus Frankfurt am Main e.V.“ bereits im Jahre 1972 einen Spendenstand von rund 11,5 Millionen Mark erreicht hatte, konnten die Außenmauern der Alten Oper Frankfurt gesichert werden. Der Wiederaufbau wurde genutzt, um statt der zuvor verfügbaren 2010 Plätze nunmehr 2500 Plätze anzubieten. Zusätzlich bekam das neue Konzerthaus ein multifunktionales Gesicht und ist nun als Konzerthaus und als Kongresszentrum nutzbar. Lediglich Vestibül und das Foyer lassen die vergangene Pracht wieder aufleben.

Am 28. August 1981 war es schließlich soweit – die Alte Oper Frankfurt wurde wiedereröffnet. Der Bundespräsident Karl Carstens war einer der Gäste der Feier und lauschte der 8. Sinfonie von Gustav Mahler. Mittlerweile ist die Alte Oper Frankfurt eine feste Institution in der internationalen Musikwelt. Jeden Abend gibt es kulturelle Veranstaltungen und auch als Kongresshaus wird die Alte Oper Frankfurt genutzt. Seit 1998 ist Michael Hocks Intendant und Geschäftsführer.

 

29.09.2010 / BOR

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