Frankfurt: Wo Finanzmetropole auf Umweltbewusstsein trifft

Attribute wie „stark“ und „dynamisch“ umgarnen die Metropole am Main seit Jahrhunderten. Doch mit dem wachsenden Bewusstsein für eine gesunde und ökologisch verträgliche Ernährung, gekoppelt mit einem nachhaltigen Augenmerk auf den Umgang mit der Natur, kann die dynamische Stadt um grüne Raffinesse ergänzt werden – Grün Wohnen und Leben in Frankfurt.

Nachhaltig Wohnen

Frankfurt schafft das, was vielen Metropolen versagt bleibt: Den Spagat zwischen Großstadt und Grün, den Bau von beachtenswerten Hochhauskomplexen und dem gleichzeitigen Sparen von Energie. So beeindrucken die markanten Bankentürme der Main-Stadt nicht nur durch ihre Größe, sondern auch durch den Einbezug umweltschonender Gesichtspunkte. Mit den sich in schwindelerregender Höhe von 144 m befindenden Nutzgärten gelingt es dem Commerzbanktower Natur und Stadtleben auf beispielhafte Weise zu verbinden. Zudem ist der Tower nahezu natürlich klimatisiert. Doch das Bauwerk der Commerzbank ist nur eines von vielen Gebäuden, bei deren Planung und Umsetzung ökologische Aspekte bewusst fokussiert wurden.

Ob der angewandte Passiv-Haus-Standard an Bildungseinrichtungen oder die Nutzung von Biogas in Kompostanlagen. Das Erscheinungsbild der Main-Metropole wird bereits durch einige Resultate der „Umweltpolitischen Leitlinien“ der Stadtregierung geprägt. Wie energieeffizient und zukunftsweisend die errichteten Gebäude sind, zeigt auch die Auszeichnung 2009 von acht Gebäuden mit dem Architekturpreis für nachhaltiges Bauen „Green Building FrankfurtRheinMain“. Dies ist jedoch nicht der Höhepunkt des Bauens ganz im Stil einer nachhaltigen Gebäudetechnik. Mit einem Pionier-Projekt hat sich die Stadt Frankfurt nun auch der nachhaltigen Sanierung verschrieben. Dieses Projekt soll zeigen, inwieweit die fachgerechte Instandsetzung von Häusern der Gründerzeit aus ökologischer Sicht erfolgen kann. Solaranlagen auf dem Dach, Dämmung der Innen- und Außenwände und eine hausinterne Versorgung mit gefilterter Frischluft sind nicht nur denk-, sondern auch umsetzbar.

Grünes Frankfurt

Wer bisher dachte, in Frankfurt würden nur die markanten Tower der Banken in den Himmel ragen, der irrt. Mehr als 160.000 Bäume zählt das Stadtgebiet. Mehr als die Hälfte (52%) der städtischen Fläche dominieren freie Grünflächen und Wasser. Ob alte Stadtparks mit urigen Bäumen und versteckten Plätzen, Wildwuchs auf dem Alten Flugplatz oder der Chinesische Garten, der zum Meditieren wahrlich einzuladen vermag. Über 40 Parks laden nicht nur in der Mittagspause dazu ein, dem hektischen Alltag zu entfliehen und Ruhe inmitten des Stadtlebens zu finden. Wen wundert es also, dass der Palmengarten und der GrüneGürtel, der grünen Oase am Main, fast so bekannt ist, wie seine Skyline?

Der Trend des umweltbewussten Einkaufens

Der Trend der Nachhaltigkeit beschränkt sich jedoch nicht nur auf das städtebauliche Erscheinungsbild. Wer grün wohnen möchte, setzt auch auf einen grünen Lifestyle. Grün wohnen und grün leben, scheint in Frankfurt wie in anderen deutschen Großstädten der Geist unserer Zeit zu sein, all derer, denen Nachhaltigkeit eine Herzensangelegenheit ist. Nahezu in jedem Stadtteil Frankfurts gibt es ein Reformhaus oder Bioladen, in dem Bio-Einkäufer fündig werden können. Mit dem wachsenden Interesse sind es Produkte aus ökologischem Anbau und von regionalen Erzeugern, welche im Hinblick auf ihre umweltfreundliche Herstellung den Weg in den Einkaufskorb finden. Der Verbrauchertrend geht damit eindeutig in die Richtung „Umweltbewusstes Einkaufen“. Wer sich in Frankfurt auf die Suche nach solcherlei Einkaufsmöglichkeiten begibt, muss nicht wirklich suchen. Mehr als 130 Bioläden in den Bereichen Essen, Kleidung, Kosmetik sowie Leben und Einkaufen warten mit zertifizierten Produkten auf. Eine besondere Idee für alle Liebhaber der fleischlosen Küche ist der „Offene Vegetarier-Stammtisch“. Seit zehn Jahren können alle Vegetarier und Veganer einmal im Monat bei einem schmackhaften Mahl zusammenkommen. Doch nicht nur der Austausch untereinander steht hier auf der Speisekarte, sondern auch das Entdecken der Restaurants und deren fleischlosen Delikatessen in ganz Frankfurt. Eine Idee, die Lust auf grün macht.

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