Hitzewellen – Gift für Autofahrer

Frankfurt MainbrueckenDas Verkehrschaos in Frankfurt nimmt seinen Lauf: Vor allem die Ampelschaltung steht immer häufiger in der Kritik. Die rote Ampel, die den Verkehrsfluss selbst auf Hauptstraßen immer wieder zum Erliegen kommen lässt, wird von vielen Bürgern der Stadt schon als „Frankfurter Grün“ bezeichnet. Besonders im Sommer droht im dichten Verkehr Autofahrern ohne Klimaanlage der Hitzekollaps. Treffen jüngste Beobachtungen der Klimaforscher zu, könnte sich dieser Effekt in den kommenden Jahren sogar noch verstärken.

Künftig vermehrt Hitzewellen befürchtet

Auch wenn die Verkehrsbehörde der hessischen Finanzmetropole abwinkt: Erfahrene Autofahrer, die regelmäßig im gesamten Bundesgebiet unterwegs sind, beklagen die problematische Ampelschaltung in Frankfurt. Selbst auf Hauptverbindungsstraßen könne von einer „grünen Welle“ keine Rede sein, die eigentlich aus verkehrspolitischer Sicht dringend geboten wäre. Weiterhin sorgt Frankfurts wichtige Rolle als europäischer Verkehrsknotenpunkt für volle Straßen. Das ständige Bremsen und Anfahren im dichten Verkehr raubt den Pendlern wichtige Zeit, erhöht den Kraftstoffverbrauch der Fahrzeuge und ist damit schädlich für das Klima. Letzteres könnte sich in kommenden Jahren für die Metropolen im Süden Deutschlands ohnehin zu einem Problem entwickeln: Der im vergangenen April veröffentliche Weltklimabericht geht von weiter steigenden Temperaturen in den Großstädten aus. In Stuttgart beispielsweise wird ab dem Jahr 2020 mehr Feuchtigkeit verdunsten, als Niederschlag vom Himmel fällt.

Überhitzter Innenraum verringert Konzentrationsfähigkeit im Straßenverkehr

Für die Autofahrer mit Fahrzeugen ohne Klimaanlage dürfte sich der Stadtverkehr immer häufiger zu einer schweißtreibenden Angelegenheit entwickeln, die die tägliche Fahrt zu einer unangenehmen Tortur werden lässt. Zudem ist ein überhitzter Innenraum auch aus sicherheitstechnischer Sicht problematisch: Bei knapp 30 Grad Celsius im Auto verringert sich die Konzentrationsfähigkeit gegenüber moderaten 22 Grad um rund 30 Prozent. In Neuwagen ist deshalb eine Klimaanlage obligatorisch, doch auch bei einem Gebrauchtfahrzeug kann über die Nachrüstung nachgedacht werden. Besonders bei freien Werkstätten halten sich die Kosten in Grenzen, zudem ist man dort auf die Kundschaft im Frühjahr bereits eingestellt. Bei der Investition, die sich meist im knapp vierstelligen Bereich befindet, muss aber auch der Mehrwert beim späteren Verkauf des Autos berücksichtigt werden – ein Fahrzeug mit Klimaanlage gewinnt natürlich stark an Attraktivität und damit auch an Wert. Wer bereits eine Klimaanlage im Auto besitzt, kann durch eine regelmäßige Wartung in einer Werkstatt mit Klimaservice eine optimale Funktionstüchtigkeit gewährleisten.

Automatik-Modus der Klimaanlagen nutzen

Besonders im dichten Stadtverkehr kann aber auch der Verbrauch erheblich steigen: Ein Zuschlag im Bereich von 20 Prozent erscheint durchaus denkbar. Denn eine Klimaanlage verbraucht viel Strom, den das Fahrzeug erst einmal erzeugen muss. Der ADAC rät dazu, den Auto-Modus einer Klimaautomatik zu nutzen und die Temperatur auf 21 bis 23 Grad Celsius einzuregulieren. Damit können Spritsparmechanismen der Hersteller genutzt werden, die den Mehrverbrauch auf moderate fünf bis sechs Prozent drücken – und die sollte der Komfortgewinn jedem Autofahrer wert sein.

Bild: EvaK (CC-BY-SA-2.5)

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