Von Industriedenkmälern und Luxus-Wohnsegmenten

EuropaviertelIn Frankfurt sind nicht nur im neuen Stadtquartier „Europaviertel“ die Baumaßnahmen in vollem Gange. Auch im Stadtteil Sachsenhausen wird ein heimliches Wahrzeichen der Mainmetropole, der Henninger Turm, der bis Ende 2013 Stück für Stück entkernt und abgetragen wurde, durch eine Wohnimmobilie mit Luxus-Unterkünften ersetzt. Die Verbindung zum einst höchsten Getreidesilo der Welt, das mit seinem Drehrestaurant in Form eines Fasses ein Besuchermagnet war und 2002 aus Brandschutzgründen geschlossen werden musste, bleibt jedoch erhalten. Das Frankfurter Architekturbüro „Meixner Schlüter Wendt“ hatte die internationale Ausschreibung mit seinem Entwurf gewonnen. Der in die Moderne transformierte Gebäudekomplex mit Wohnturm erhält demnach eine Nachbildung des charakteristischen Fasses – mit Drehrestaurant und Drehwohnung.

AXIS-Wohnturm mit Luxus-Apartments nimmt Platz im Europaviertel ein

Ein weiteres Projekt des Architekturbüros wird westlich der Emser Brücke, im Quartier Boulevard West des Europaviertels, realisiert. Ende 2013 erfolgte der erste Spatenstich für ein weiteres, luxuriöses Gebäudeensemble mit Apartment-, Terrassen- und Penthouse-Wohnungen im hochpreisigen Segment: der AXIS-Wohnturm. Bauträger des ambitionierten Projektes ist das Traditionsunternehmen Wilma Wohnen Süd GmbH, das seine Wurzeln in den Niederlanden hat und seit 2004 auch im Rhein-Main-Gebiet aktiv ist. Erste bezugsfertige Einheiten sollen im Wohnkomplex AXIS, dessen Name die Blickachsen Taunus und Odenwald sowie Europaviertel und Frankfurter Skyline betont, bis Ende 2015 fertig sein. Der Verkauf der insgesamt 152 Wohneinheiten, von denen acht zweistöckige Townhouses mit Atriumgarten und Dachterrasse sein werden, lief bereits Mitte letzten Jahres erfolgreich an. Die Gestaltung der anderen Wohnungen variiert zwischen zwei und fünf Räumen und bietet somit Platz für einen Mix aus Familien und Singles.

Auf insgesamt 6500 Quadratmetern und 19 Stockwerken finden betuchte Interessenten aber nicht nur sonnendurchfluteten Wohnraum mit offenem Blick über die Mainmetropole, sondern auch spezielle Dienstleistungen wie den Concierge-Service oder Annehmlichkeiten wie einen Hunde-Waschplatz, Tiefgaragen, En-Suite Bäder, Fußbodenheizung oder jeweils einen eigenen Hauswirtschaftsraum. Damit passt sich das Projekt an den gehobenen Stil des Europaviertels an und bedient offensichtlich die Bedürfnisse der Interessenten, denn trotz hoher Quadratmeterpreise sind bereits viele der Wohnungen verkauft. Das mag unter anderem auch am angekündigten Konzept des Projektes liegen, welches Lebensqualität, Wohnkultur und Natur zu seinem Mittelpunkt machen möchte. Mit begrünten Terrassen und dem Atriumgarten mit Wasseranlagen soll dies verwirklicht werden. Individuell gestaltete und unregelmäßig geformte Sonnenbalkone und Loggien „mit weitem Blick über den angrenzenden Park und die südlichen Stadtteile“ sollen dem Komplex außerdem „eine weiche, organische Form geben“, so eine Beschreibung auf der Projektseite www.axis-frankfurt.de. Zusätzlich bewirbt man das Gebäudeensemble mit seiner Umweltfreundlichkeit, denn in ihm findet die größte Abwasserwärmepumpe der Welt, mit der Heizenergie durch das Abwasser zurückgewonnen wird, ihren Einsatz.

Wie schnell auch die letzten Wohnungen verkauft sein werden, wird sich erst in Zukunft zeigen. Bereits jetzt scheint jedoch auch dieses Bauprojekt nach den Entwürfen der Architekten Meixner, Schlüter und Wendt auf dem Gelände des ehemaligen Hauptgüterbahnhofs den Spagat zwischen Historie und Moderne für viele Interessenten gemeistert zu haben.

Bild: Epizentrum (CC BY-SA 3.0)

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