Winter in Frankfurt lässt (noch) auf sich warten

Winter in FrankfurtBislang hat sich der Winter in Deutschland und insbesondere im Rhein-Main Gebiet von seiner harmlosen Seite gezeigt. Die Temperaturen sind als vergleichsweise mild zu betrachten, weshalb Frankfurts Straßen in dieser Saison noch keinen Schnee gesehen haben. Für Autofahrer sind diese Umstände ideal, immerhin kommen sie dank des guten Wetters schnell und sicher durch den Stadtverkehr. Außerdem freuen sich diejenigen, die ihre Fahrzeuge im Freien parken (und das sind in Frankfurt nicht wenige). Aufgrund der milden Temperaturen bereiten die Autobatterien am Morgen kaum Schwierigkeiten, die meisten Fahrzeuge springen sofort an und auch der Eiskratzer kann bleiben wo er hingehört: Im Handschuhfach.

Der ein oder andere Frankfurter mag da sogar schon mit dem Gedanken spielen auf Sommerreifen zu wechseln: Schönere Felgen, evtl. weniger Verbrauch. Dennoch will ein früher Reifenwechsel gut überlegt sein. Die Bedingungen mögen zwar attraktiv erscheinen, allerdings kann sich dies schnell ändern. Schon für die zweite Januar-Hälfte 2014 sagen die Wetterdienste deutlich niedrigere Temperaturen, Niederschlag und damit verbunden widrige Straßenverhältnisse auch im Rhein-Main-Gebiet voraus.

Außerdem dürfen alle, die ausschließlich auf den Straßen Frankfurts unterwegs sind eine Sache nicht vergessen: Außerhalb der Stadt können andere Straßenbedingungen vorherrschen. In den Städten ist es im Winter generell nicht so kalt, da die zahlreichen Gebäude viel Wärme abstrahlen. Steht allerdings eine Fahrt nach Königstein, Oberursel oder Bad Soden an, sehen sich Autofahrer unter Umständen mit ganz anderen Straßenverhältnissen konfrontiert.

Frankfurts Winterdienste bestens gerüstet für Wetterchaos

Sowohl die regionalen Winterdienste, als auch die Bus- und Bahnunternehmen in Frankfurt sind gut vorbereitet für die Wintersaison. Für die Autobahnen und Bundestraßen sind die Straßenmeistereien zuständig. Heutzutage sind die diversen Dienststellen zudem gut vernetzt und aufeinander abgestimmt, so dass bei einem plötzlichen Wintereinbruch die Einsatzpläne Hand in Hand gehen. So ist beispielsweise sichergestellt, dass die Routen der Buslinien bevorzugt und schnell geräumt werden und der ÖPNV so wenig wie nur möglich beeinträchtigt wird. Für Frankfurts Busse gehören wintertaugliche Reifen mit genügend Profil bereits im Herbst zum Pflichtprogramm.

Eine Besonderheit hat die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) für ihr Straßenbahnnetz zu bieten: Auf schwer erreichbaren Abschnitten kommt eine Schneepflugvorrichtung zum Einsatz, die auf ein älteres Straßenbahnmodell montiert wird.

Nie zu spät für Winterreifen

Tatsächlich gibt es auch Autofahrer, die im Herbst letzten Jahres gar nicht erst auf Winterreifen umgestiegen sind und mit Weihnachtsstress und Ferienterminen immer gerne eine Ausrede suchen und finden, um den Werkstatttermin hinauszuzögern. Die milden Temperaturen der letzten Wochen wirken hierbei zusätzlich auf die „Wechselmuffel“, so dass mancher ohne Wechsel durch den Winter zu kommen plant. Dabei wäre es selbst jetzt nicht zu spät für den Wechsel. Ein positiver Aspekt lässt sich in jedem Fall nennen: Die zahlreichen regionalen Kfz-Betriebe vergeben für einen Reifenwechsel (oft mit der Option die Sommerreifen einzulagern) jetzt auch kurzfristig Termine. Ganz anders sieht es im Herbst aus, wenn regelmäßig der Ansturm auf die Werkstätten losgeht.

Unabhängig von der Gefährdung (der eigenen und die der anderen Autofahrer), ist das Fahren mit ungeeigneter Bereifung kein Kavaliersdelikt. Seit 2010 gibt es in Deutschland eine gesetzlich verankerte Winterreifenpflicht. Diese besagt, dass die Bereifung stets an die gegenwärtigen Straßenverhältnisse angepasst sein muss.

Unter einer angepassten Bereifung ist das Fahren mit Winterreifen zu verstehen, sobald Eis-, Schnee- oder Reifglätte vorherrscht. Reifen werden nur dann als Winterreifen anerkannt, wenn sie mit dem M+S Zeichen oder dem Schneeflockensymbol gekennzeichnet sind. Verstöße gegen diese Vorschrift können deftige Strafen zur Folge haben. Wer in eine Polizeikontrolle gerät, hat mit einem Bußgeld in Höhe von 40 Euro sowie einem Punkt in Flensburg rechnen. Liegt eine Unfallbeteiligung vor (unabhängig von der Schuldfrage) droht außerdem ein Verlust des Versicherungsschutzes.

Bild: MdE (CC BY-SA 3.0 DE)

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