Jüdisches Museum: Ausstellung mit Werken von Daghani und Salomon

Ausstellung Erinnerung – Bild – Wort: Juedisches MuseumFrankfurt war neben Berlin eine Hochburg jüdischen Lebens in Deutschland. Auch wenn die jüdische Bevölkerung bekanntermaßen nie wieder den Stand der Jahre vor 1938 erreicht hat, blüht dennoch ein jüdisches Leben in Frankfurt, und durch das Jüdische Museum werden alle Frankfurter gezielt an diese Thematik heran geführt. Aktuell lohnt ein Blick auf die Ausstellung im Jüdischen Museum, in der Arnold Daghani und Charlotte Salomon in einer Gemeinschaftsausstellung gezeigt werden. Diese Ausstellung wurde am 12. Oktober 2012 eröffnet und wird den ganzen Winter hindurch bis zum 3. Februar 2013 zu sehen sein.

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Erinnerung – Bild – Wort: Daghani und Salomon

Wie nicht anders zu erwarten, sind die Bilder dieser beiden Künstler keine heiteren Sittengemälde, sondern eine Auseinandersetzung der „jüdischen Thematik“, der Verfolgung von Juden in vielen Ländern und vor allen Dingen des Holocaust. Die Künstler setzen sich mit diesen Themen sowohl in Bildern auseinander als auch in Textform. Ein wenig wie Comics wirken diese Bilder, aber man sollte sich, genau wie bei den Werken Art Spiegelmans, nicht von der „Niedlichkeit“ der dargestellten Figuren täuschen lassen. Die Bilder stellen einen Versuch dar, das eigentlich Nicht-Fassbare bzw. Nicht-Darstellbare in Bilder zu fassen.

Beide Künstler haben den Holocaust selbst erlebt, was den Bildern sehr viel Tiefe gibt, und auch ganz sicher noch einmal dazu auffordert, sich mit dem womöglich eigenen latenten Anti-Semitismus auseinander zu setzen. Vorurteile können in einer Katastrophe enden, das weiß man aus der Geschichte. Durch aktuelle Vorkommnisse ist diese Ausstellung sehr wichtig und wird vielleicht auch von denen besucht, die sich mit der Thematik bisher noch nicht in dieser Weise befasst haben.

Kontakt:

Jüdisches Museum
Untermainkai 14/15
60311 Frankfurt am Main
Tel: 069-21235000
E-Mail: info@juedischesmuseum.de

Bildquelle: Dontworry, CC BY-SA 3.0

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