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Der Frankfurter Zoo gehört zu Deutschlands ältesten, größten und renommiertesten zoologischen Gärten. Auf elf Hektar Fläche können die Zoobesucher etwa 5000 Tiere von der Agakröte bis zum Zwergotter erleben. Jährlich kommen 850.000 Gäste in den Zoo Frankfurt . Die Geschichte des berühmten Zoos begann 1858. Damals taten sich Frankfurter Bürger zur "Zoologischen Gesellschaft" zusammen, um die Idee von der Errichtung eines Tiergartens in der Main-Metropole umsetzen zu können. Bereits im selben Jahr wurden die ersten Tiere auf einem gepachteten Innenstadtgrundstück ausgestellt.
1874 zog der Zoo Frankfurt auf ein wesentlich größeres, damals noch vor der Stadtbebauung liegendes Grundstück an seinen heutigen Standort um. Hier entstanden in den Folgejahren unter anderem Gehege für Raubtiere, Affen und Antilopen sowie die Bärenanlage und ein großes Aquarium. 1915 übernahm die Stadt Frankfurt im Zusammenhang mit den kriegsbedingten Versorgungsengpässen die Trägerschaft des Zoos. In den folgenden Jahrzehnten wurde der Zoo Frankfurt kontinuierlich durch Gartenanlagen und zusätzliche Spezialgehege wie ein Elefantenhaus und ein Robbarium erweitert.
1944 zerstörten Bombentreffer den größten Teil der Anlagen; fast alle Zootiere wurden getötet. Nach Kriegsende war die Existenz des Zoos ernsthaft in Frage gestellt. Vor allem dem Engagement des legendären Direktors Bernhard Grzimek, der den Zoo Frankfurt von 1945 bis 1974 leitete, war es zu verdanken, dass der Zoo wieder eröffnen durfte und wiederaufgebaut werden konnte. Zahlreiche Innovationen bei der Anlage der neuen Gehege und Häuser - wie zum Beispiel beim "Grizmek-Haus" mit seiner Spezialabteilung für nachtaktive Kleinsäugetiere - verschafften dem Zoo Frankfurt rasch internationale Aufmerksamkeit. Aber auch die zunehmende Beachtung des immer mehr in den Vordergrund tretenden Aspekts der artgerechten Haltung sowie des Arten- und Naturschutzes trugen wesentlich zum ausgezeichneten Ruf des Zoos bei.
Der seit 2008 von Professor Manfred Niekisch geführte Zoo Frankfurt , in dem etwa 150 Mitarbeiter beschäftigt sind, arbeitet heute gezielt nach dem "Tiere erleben - Natur bewahren"-Motto, das die Elemente Bildung, Publikumswirksamkeit und Tierwohl verbindet. Besonders gut ist die Umsetzung dieses Mottos beim 2008 eröffneten neuen Menschenaffenhaus, dem "Borgori-Wald", gelungen. Auf über 10.000 qm Grundfläche tummeln sich hier Gorillas, Bonobos und Orang-Utans in einer sich wie in der Natur ständig verändernden Regenwaldlandschaft mit bis zu 14 Metern hohen Bäumen.
Einige der weiteren Highlights im Zoo Frankfurt sind der "Katzendschungel" mit seinen südasiatischen Großraubkatzen, das Exotarium und die Robbenklippen, die Vogelhallen mit der Freifluganlage und der Kinderzoo mit seinem Streichelgehege. Aber auch die zahlreichen Sonderveranstaltungen und Führungen, die der Zoo Frankfurt regelmäßig anbietet, sind immer wieder einen Besuch wert.
08.11.2010 / BOR
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