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Jüdischer Friedhof Battonnstraße 

Jüdischer Friedhof BattonnstraßeDie Geschichte des jüdischen Friedhofs an der Battonnstrasse in Frankfurt reicht bis in das Jahr 1180 zurück. Nahezu 650 Jahre lang wurde er als Begräbnisstätte der in Frankfurt lebenden Juden genutzt. Um die Totenruhe zu wahren, wurde der Friedhof im Jahr 1828 geschlossen, und die Begräbnisse fanden fortan auf dem Hauptfriedhof an der Rat-Beil-Straße sowie nach 1929 auf dem Neuen Friedhof an der Eckenheimer Landstraße statt, die bis heute als Jüdische Friedhöfe in Frankfurt fungieren.

Bis zu seiner nahezu vollständigen Zerstörung durch die Nationalsozialisten im Jahr 1942, standen auf dem 11.850 m² großen Friedhofsareal an der Battonnstraße rund 7000 Grabsteine. Die ältesten im Originalzustand erhalten gebliebenen Gräber datieren aus dem Jahr 1270. Die Innenmauer auf dem Friedhof Battonnstrasse gilt als Zeugnis des ehemaligen größten Jüdischen Wohngebiets in Deutschland, der Frankfurter Judengasse. Im Jahr 1996 wurden kleine Steine in die Mauer eingesetzt, die die Namen von 11.134 im Zweiten Weltkrieg ermordeten Frankfurter Juden tragen.

Der Alte Jüdische Friedhof Battonstrasse in Frankfurt ist noch immer geschlossen. Ein Schlüssel ist jedoch im direkt daneben liegenden Jüdischen Museum erhältlich.

Jüdische Friedhöfe in Frankfurt weisen einige Besonderheiten auf. Dazu gehören die generelle Erdbestattung sowie eine unantastbare Totenruhe. Letztere schließt Exhumierungen oder die Grabauflösung aus. Zudem ist es üblich, dass Jüdische Friedhöfe in Frankfurt keinen Blumenschmuck aufweisen. Stattdessen legen Besucher kleine Steine auf die Gräber, die an die Wüste erinnern sollen. Die Grabsteine der deutschen und osteuropäischen Aschkenasim-Juden stehen aufrecht auf den Gräbern, während die portugiesischen und spanischen Sephardim-Juden flachliegende Grabplatten bevorzugen. Jüdische Friedhöfe in Frankfurt sind durch die Doppelbeschriftung der Grabsteine in hebräischer und deutscher Sprache gekennzeichnet. Neben einfachen Grabstätten sind inzwischen auch aufwändiger gestaltete Grabsteine oder gar Mausoleen zu sehen.

27.05.2011 / BOR

Bildquelle: Petrus Bodenstaff

 

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